Gestaltungsfragen

Für uns bedeutet ‚mediterran‘ mittlerweile, klimaangepasst zu planen

Unsere beiden Pflanzspezialisten Iris Salathé-Rentzel und Alois Leute berichten über mediterrane Gestaltung im "Gärten Magazin" (03/2026).

Der Kundenwunsch nach mediterranem Ambiente im Garten taucht auch bei uns seit vielen Jahren immer wieder auf. Waren es früher vor allem Terracotta-Töpfe, Lavendelbeete und Kübelpflanzen wie Oleander, die das Ferien-Feeling in die Schweizer Gärten holen sollten, sieht zumindest im Basler Raum die Situation heute anders aus. Das „Exotische“ ist bei uns aufgrund der Klimaerwärmung zur neuen Normalität geworden. Pflanzen wie Quercus ilex oder Phillyrea gehören heute zum Standortsortiment der hiesigen Baumschulen.

Für uns bedeutet „mediterran“ mittlerweile, klimaangepasst zu planen. Das heißt, Pflanzen zu verwenden, die heiße, trockene Sommer gut überstehen. Diese Pflanzen müssen nicht unbedingt aus dem Mittelmeerraum stammen. Auch Einheimische von speziellen Standorten wie Magerrasen kommen hier, auch aus ökologischen Gründen, zum Zug. So ist zum Beispiel Allium senescens eine Top-Pflanze für heiße Lagen. Wir scheuen uns daher auch nicht, Kartäuser-Nelken oder Berg-Astern mit Gaura und Echinacea zu kombinieren.

Neben den Pflanzen sind natürlich auch die Baumaterialien ein bestimmender Faktor für die Gartenwirkung. Wir planen gerne mit Naturstein in Form von Platten und Mauern, aber auch mit mineralischem Substrat und Mulch. Für das Mittelmeer-Feeling vorrangig mit regionalem oder süddeutschem Jurakalk sowie Travertin aus Italien.