Klimagewinner - Klimaverlierer

Die Klimakrise ist seit einiger Zeit das Dauerthema in den Medien und den Köpfen der Menschen. Es ist anzunehmen, dass eine Klimaerwärmung sich auch ganz konkret auf die Pflanzen in unseren Gärten und Parks auswirkt.

Und tatsächlich beobachten wir, die wir jeden Tag mit Pflanzen arbeiten, vielfältige Veränderungen in der “grünen Welt“. Sehr auffällig wurde es letzten Sommer durch die Schädigung von mitunter auch grossen Bäumen, welche oft schlagartig braun und trocken wurden.

Aber auch das Auftreten immer neuer Schädlinge und Tieren aus südlicheren Gefilden, wie z.B. dem Feuerbakterium – Xylella oder der Tigermücke erinnert uns daran, dass da einiges in Bewegung gekommen ist und man noch nicht abschätzen kann wie unsere Umwelt in ein paar Jahren aussehen wird.

Es gibt aber auch Pflanzen die von der Klimaerwärmung profitieren. Zu ihnen zählen z.B. viele Mediterrane Pflanzen, die man früher nur mit Winterschutz oder als Kübelpflanze kultivieren konnte, die heute aber hervorragend in unseren Gärten gedeihen. So sieht man in Basel mittlerweile auch Oliven, Erdbeerbäume und Bitterorangen in geschützten Ecken gedeihen. Aber auch Prairie- und Steppenpflanzen aus Nordamerika oder Mittelasien kommen mit dem heissen Sommer gut zurecht. Hierzu zählen u.a. Rutenhirsen und Prachtkerzen.

Zu den Verlierern gehören einige früher sehr beliebte Gartenpflanzen wie Rittersporn, Eisenhut oder Astilbe. Sie stammen meist aus kühl-feuchten Bergregionen und gedeihen daher auch bei uns nur noch in höheren Mittelgebirgslagen mit ausreichenden Niederschlägen. Im Flachland sind sie krankheitsanfällig. Blätter und Blüten verbrennen im Hochsommer gerne.

Die Klimaveränderungen bringen aber nicht nur Hitze und Trockenheit sondern oft auch starke Niederschlagsereignisse mit sich. Hier braucht es also Pflanzen die sich dieser starken Schwankungen anpassen können. Der Blutweiderich – Lythrum salicaria, eine einheimische Pflanze, gehört hier dazu.

-Alois Leute

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